Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen
20 Prozent Aufschlag ergeben 16,67 Prozent Marge. Der Rechner wandelt Aufschlag in Marge, Marge in Aufschlag und zeigt den Angebotspreis, der eine Zielmarge tatsächlich erreicht.
Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen: Rechner verwenden
Aufschlag, Marge und Faktor aus den Selbstkosten
Tragen Sie die Kosten des Auftrags ein, wählen Sie die bekannte Größe, und der Rechner liefert die übrigen Werte samt Rechenweg.
Preis, Gewinn und Marge für diesen Auftrag
20 % Aufschlag auf 50.000,00 € Selbstkosten ergeben 16,67 % Marge.
- Selbstkosten (Material + eigene Leistung + Nachunternehmer)
- 50.000,00 €
- Angebotspreis (Selbstkosten + Gewinn)
- 60.000,00 €
- Gewinn (Preis − Selbstkosten)
- 10.000,00 €
- Aufschlag (Gewinn ÷ Selbstkosten)
- 20 %
- Marge (Gewinn ÷ Preis)
- 16,67 %
- Faktor (Preis ÷ Selbstkosten)
- 1,20
Für 20 % Marge müssten Sie stattdessen 25 % aufschlagen und 62.500,00 € anbieten.
Die Formel für Aufschlag und Marge
- Aufschlag = (Preis − Selbstkosten) ÷ Selbstkosten
- Marge = (Preis − Selbstkosten) ÷ Preis
- Marge = Aufschlag ÷ (1 + Aufschlag)
- Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge)
- Preis = Selbstkosten ÷ (1 − Zielmarge)
- Faktor = 1 + Aufschlag = 1 ÷ (1 − Marge)
Der Rechner kalkuliert einen Auftrag mit einem Satz. Eine echte Kalkulation besteht aus Dutzenden Positionen in verschiedenen Kostengruppen, und die Mischmarge verschiebt sich mit jeder geänderten Position.
Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen: welche Frage der Rechner beantwortet
Aufschlag und Marge beschreiben denselben Gewinnbetrag aus zwei Blickwinkeln. Der Aufschlag misst ihn an den Selbstkosten, die Marge am Angebotspreis. Weil der Nenner wechselt, fallen beide Zahlen auseinander: Wer auf 50.000 Euro Selbstkosten 20 Prozent aufschlägt, stellt 60.000 Euro in Rechnung und behält 10.000 Euro — das sind 16,67 Prozent vom Rechnungsbetrag. Die Kalkulation nennt die erste Zahl, die Gewinn- und Verlustrechnung die zweite.
Der Abstand wächst mit dem Prozentsatz. Bei 10 Prozent Aufschlag bleiben 9,09 Prozent Marge, bei 50 Prozent Aufschlag sind es 33,33 Prozent. Wer 25 Prozent Marge braucht, um Gemeinkosten zu decken und Gewinn zu behalten, muss 33,33 Prozent auf die Selbstkosten schlagen, nicht 25. Mit 25 Prozent Aufschlag landet die Marge bei 20 Prozent — fünf Punkte weniger, auf jedem Auftrag des Jahres.
Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen: wie das Ergebnis zustande kommt
Ausgangspunkt sind die Selbstkosten des Auftrags: Material, eigene Lohnstunden und Nachunternehmerleistung. Der Aufschlag ist der Gewinn geteilt durch diese Kosten, die Marge derselbe Gewinn geteilt durch den Preis. Für die Umrechnung braucht es keinen Preis: Marge gleich Aufschlag geteilt durch eins plus Aufschlag, Aufschlag gleich Marge geteilt durch eins minus Marge. Der Faktor auf die Selbstkosten ist eins plus Aufschlag und zugleich eins geteilt durch eins minus Marge.
Entscheidend ist, was in der Kostenzeile steht. Sind die Gemeinkosten über einen Zuschlagssatz schon in der Kalkulation verteilt, ist der Aufschlag reiner Gewinn; sonst trägt er zuerst Büro, Fuhrpark und Kalkulation. Alle Beträge sind Nettobeträge: Die Umsatzsteuer läuft durch, und bei Bauleistungen nach §13b UStG schuldet sie ohnehin der Leistungsempfänger. Ein Nachlass von fünf Prozent kostet nie fünf Prozent des Gewinns — bei 60.000 Euro Preis und 50.000 Euro Kosten sind es 3.000 von 10.000 Euro.
Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen: wovon das Ergebnis ausgeht
Die Kostenzeile meint die Selbstkosten des Auftrags. Ob die Gemeinkosten dort schon über einen Zuschlagssatz stecken, weiß der Rechner nicht; das entscheidet Ihre Kalkulationsweise.
Alle Beträge verstehen sich netto ohne Umsatzsteuer. Ein durchlaufender Steuerbetrag ist weder Kosten noch Erlös, und bei §13b UStG steht auf der Rechnung ohnehin kein Steuerbetrag.
Ein einziger Satz gilt für den ganzen Auftrag. In der Praxis tragen Material, eigene Leistung und Nachunternehmer oft unterschiedliche Sätze; das Ergebnis liegt dann dazwischen.
Gerechnet wird der Auftrag, nicht das Geschäftsjahr. Nicht beauftragte Nachträge, Gewährleistungsarbeiten und ein nicht freigegebener Sicherheitseinbehalt mindern das Ergebnis später.
Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen: häufige Fragen
Sind 20 Prozent Aufschlag dasselbe wie 20 Prozent Marge?
Nein. 20 Prozent auf 50.000 Euro Selbstkosten ergeben 60.000 Euro Angebotspreis und 10.000 Euro Gewinn, also 16,67 Prozent vom Preis. Für 20 Prozent Marge müssten Sie 62.500 Euro anbieten, das entspricht 25 Prozent Aufschlag auf dieselben Kosten. Der Unterschied wächst mit jedem weiteren Prozentpunkt.
Wie rechne ich eine Zielmarge in einen Zuschlagssatz um?
Marge geteilt durch eins minus Marge. Aus 30 Prozent Zielmarge werden 0,30 geteilt durch 0,70, also 42,86 Prozent Aufschlag. In der Praxis rechnen viele lieber mit dem Faktor: Selbstkosten geteilt durch 0,70 ergibt denselben Preis, nämlich das 1,4286-Fache der Kosten.
Warum weist die Buchhaltung einen niedrigeren Prozentsatz aus als die Kalkulation?
Weil die Gewinn- und Verlustrechnung den Rohertrag durch den Umsatz teilt; das ist die Marge. Die Kalkulation teilt denselben Betrag durch die Selbstkosten, und die sind kleiner. Es fehlt kein Geld, die beiden Abteilungen teilen nur durch verschiedene Bezugsgrößen. Beide Zahlen stimmen.
Bekommen Material und eigene Lohnstunden denselben Aufschlag?
Meistens nicht. Auf ein großes Materialpaket schlagen viele Betriebe weniger auf als auf die eigene Lohnstunde, weil Risiko und Bauleitung an der Mannschaft hängen. Rechnen Sie die Kostengruppen einzeln durch und prüfen Sie vor der Abgabe die Mischmarge über die Gesamtsumme.
Aufschlag und Marge berechnen für Bauunternehmen: an eigenen Projekten nutzen
In Home Builder Software liest dieselbe Rechnung die Projektakte, die Zahl trägt Budget, Vergaben und Rechnungen mit sich, statt eine erneute Eingabe zu verlangen.